6. März 2017

Auch nach mehr als 100 Jahren Kampf immer noch nicht gleichberechtigt

Der 106. Frauentag erinnert an all das, was Frauen täglich leisten und zur Gleichstellung im gesellschaftlichen Leben von Generationen von Frauen erkämpft wurde. Aber vor allem erinnert der Internationale Frauentag daran, was noch nicht erreicht ist. Er rückt aktuelle politische Bestrebungen in einigen Ländern in den Blickpunkt, wo erkämpfte Frauenrechte auf dem Spiel stehen. „Die immer noch vorhandene Benachteiligung von Frauen muss für uns Anlass sein, mit Nachdruck die Chancengleichheit in Beruf und Gesellschaft aktiv zu fordern und 365 Tage im Jahr für Vereinbarkeit von Familie und Beruf, gleiches Einkommen sowie gegen Gewalt, Sexismus und Diskriminierung zu kämpfen.

„Ich werde nicht müde, die Ungerechtigkeiten, Missstände und Verbrechen gegenüber Frauen und Mädchen zu benennen und für Frauenrechte hier und in der ganzen Welt zu kämpfen“, betont Karola Stange, Sprecherin für Gleichstellung der Linksfraktion im Thüringer Landtag.
„Gestern wie heute geht es darum, Gewalt und sexuellen Missbrauch an Frauen und Mädchen zu beenden, Altersarmut nicht entstehen zu lassen und vorhandene Armut abzuschaffen, die Lohnlücke zu schließen und Entgeltgerechtigkeit herzustellen sowie endlich eine gesellschaftliche Neubewertung frauentypischer Berufe voranzutreiben“, so Karola Stange.

„Der Frauentag ist mehr denn je ein politischer Kampftag, der erst dann seine Abschaffung verdient, wenn Gleichberechtigung weltweit hergestellt ist“, so Stange.

Morgen findet ab 13:30 Uhr im Erfurter Rathausfestsaal die gemeinsame linke Frauentagsveranstaltung „Macht jeden Tag zum Frauentag!“ mit der Verleihung des 7. Frauenpreises durch die Fraktions- und Landesvorsitzende der LINKEN Susanne Hennig-Wellsow statt.