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21. Februar 2018

Karola Stange bekräftigt Regelung zur Nutzung von geschlechtergerechter Sprache

„Im Thüringer Gleichstellungsgesetz ist geregelt, dass Behörden geschlechtsneutrale Formulierungen nutzen sollen. In Thüringen leben 1. 090. 250 Frauen und 1. 067. 878 Männer – knapp über die Hälfte der Bevölkerung sind Frauen. Dieser Realität durch die Verwendung geschlechtsneutraler Bezeichnungen Rechnung zu tragen, dazu wurde sich bewusst entschieden“, erläutert Karola Stange, Sprecherin für Gleichstellung der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag und Vorsitzende des Gleichstellungsausschusses des Thüringer Landtag.

Es sei „rückwärtsgewandt und ignoriere gesellschaftliche Realität“, wenn jetzt darüber diskutiert wird, diese Regelung zu streichen. Karola Stange: „Eine geschlechtergerechte Sprache macht Menschen abseits männlicher Personen sichtbar, spricht sie an und bezieht sich auf sie. Anstatt mit der Verwendung des generischen Maskulinum Menschen anderen Geschlechts bloß ‚mit zu meinen‘, ordnet geschlechtergerechte Sprache kein Geschlecht einem anderen unter. Da unsere Sprache prägend für Denken und Bewusstsein ist, ist die Art und Weise, wie wir Sprache nutzen, ein Gradmesser dafür, wen wir einschließen wollen – nämlich Menschen jeden Geschlechts.“