26. Juli 2017

Recht auf sexuelle Selbstbestimmung - Paragraphen 218 und 219 ersatzlos streichen!

„Jede Frau soll selber entscheiden können, ob sie ein Kind möchte oder nicht und dazu professionell beraten werden“, fordert Karola Stange, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

In den Paragraphen 218 und 219 des Strafgesetzbuches wird der Schwangerschaftsabbruch als Straftatbestand aufgeführt. Nur unter der Bedingung einer Zwangsberatung in den ersten drei Monaten ist ein Schwangerschaftsabbruch straffrei. Am 27. Juli jährt sich die so genannte Fristenreglung zum 25. Mal. Wir fordern das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und Selbstbestimmung über den eigenen Körper. „In diesem Sinne sind wir für die ersatzlose Streichung der Paragraphen 218 und 219 aus dem Strafgesetzbuch. Wir wollen stattdessen eine gesetzliche Regelung, die das Recht auf und den Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen wohnortnah und barrierefrei garantiert. Wir wollen eine dichte Beratungsstellenlandschaft, damit Frauen im Falle gewollter und ungewollter Schwangerschaften professionelle Unterstützung erfahren.“

Da die Verhütung Teil der Selbstbestimmung aller Menschen ist, fordert DIE LINKE, sämtliche Verhütungsmethoden in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufzunehmen. „Diese Kosten sollten vollständig durch die Krankenkassen getragen werden“, so Stange.