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Person

Zur Beurteilung einer Politikerin, dem die Wählerin und der Wähler verantwortungsvolle Aufgaben übertragen will, gehört auch ein Eindruck in das Privatleben. Deshalb lade ich Sie herzlich ein, einen Blick ‘hinter die Kulissen’ zu werfen.

Kindheit/Schule

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Am 27.10.1959 wurde ich, Karola-Elke Unger, in Weimar geboren. Ich war ein sehr schönes, süßes Baby mit schwarzer Lockenpracht. Ich erinnere mich gern an meine Kindheit, sie verlief ohne größere Aufregungen und Komplikationen im Schosse meiner Eltern auf dem Land in der Nähe von Weimar. Ich wurde von meinen Eltern frühzeitig, also, wenn ich mich richtig erinnern kann, mit der 7. Lebenswoche in die Kinderkrippe gegeben. Nach heutiger Sicht bin ich vielleicht ein sogenanntes Töpfchen-Opfer der DDR. Aber zurück - danach ging ich in den Kindergarten und wurde mit 6 Jahren in die Polytechnische Oberschule Mellingen eingeschult. Die ersten 2 Schuljahre verbrachte ich in einer kleinen, sehr individuellen Grundschule. Ich ging gern in die Schule. Ganz besonders war ich an der Geschichte interessiert, so dass es nicht verwunderlich war, dass es mein Lieblingsfach wurde. Als Kind war meine Leidenschaft das Reiten. Aus meinen Kinderzimmerfenster hatte ich einen Blick auf den Reitstall und die Pferde auf der Koppel. Meine Freizeit verbrachte ich mit meinen Freundinnen bei den Pferden und ich hatte viel Spaß in schicken Reitsachen auf dem Platz zu sein, auch wenn ich danach nicht mehr so sauber aussah und meine Mutter das nicht so gut fand. Das 3. und 4. Schuljahr war ich sogenannter “Fahrschüler” und musste ins benachbarte Dorf Lehnstedt in die Schule fahren. Ab Klasse 5 - also wo der richtige Schulstress beginnt, war wieder Mellingen Bildungsort Nummer 1. Wie die meisten meines Jahrganges habe auch ich mich, am gesellschaftlichen Leben, mit viel Sport und Freizeitangeboten, in der Kinder- und Jugendorganisation aktiv beteiligt. In meiner Kindheit war der Karnevalsverein ein wichtiger Zeitvertreib für mich. Mit anderen Mädchen war ich in einer Tanzgruppe für die Faschingsveranstaltungen in unserem Dorf.

Familie

Als ich einen Lehrgang in Erfurt machte und am Abend mit anderen TeilnehmerInnen noch in eine Gasstätte ging, lernte ich meinen Mann kennen und fand meinen Lebensmittelpunkt in der schönen Stadt Erfurt. Ich bin seit Juni 1984 verheiratet und habe zwei Söhne, auf die ich sehr stolz bin. Da ist zum einen mein Sohn Tino, der im August 1982 geboren wurde und zum anderen mein Sohn Markus, der im Juli 1987 das Licht der Welt erblickte.

Ausbildung/Tätigkeit

Nach Abschluss der 10.Kasse absolvierte ich eine Lehre als Gärtnerin in der LPG “Tal des Friedens” in Kromsdorf. Dort arbeitete ich unter anderem auch als Traktoristin. Um mich beruflich weiter zu qualifizieren, absolvierte ich ein Fachschulstudium an der Ingenieurschule für Gartenbau in Erfurt. Mit der Geburt meines ersten Sohnes, stieg ich aus meinem Beruf aus und verbrachte ein Babyjahr mit ihm zu Hause. Danach besuchte ich aus politischem Interesse und mit der Idee, aktiv das gesellschaftliche Leben mitzugestalten die Parteischule. Danach begann ich meine Tätigkeit im Bereich Landwirtschaft in der Kreisleitung der SED. Dort beschäftigte ich mich mit den Produktionsstatistiken der LPG´n im Umland von Erfurt. Im Jahr 1988 wechselte ich zur Stadtleitung Erfurt.

Dort erlebte ich die politische Wende 1989 mit Interesse und Fragen um die Zukunft. In den Monaten von Ende 89 bis 90 waren die Gedanken oft: Wie soll es weitergehen? Wohin beruflich orientieren? Nach vielen Fehlversuchen wieder in den landwirtschaftlichen Bereich einsteigen zu können, ging ich dann 1990 als Mitarbeiterin in die neue, sich gründende PDS-Stadtorganisation Erfurt. Ab Januar 1991 wurde ich Mitarbeiterin für Sozialpolitik in der Fraktion Linke Liste/PDS im Thüringer Landtag. Bis zum heutigen Zeitpunkt arbeite ich auf dem Gebiet der Sozial-, Senioren-, Behinderten- sowie teilweise der Gesundheitspolitik als wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Fraktion der Linkspartei.PDS im Thüringer Landtag.

politisches und gesellschaftliches Engagement

In der verbleibenden freien Zeit widme ich mich, mit viel Engagement und Kraft als Jugendwart dem SV Empor Erfurt sowie der Vorstandsarbeit in der Erfurter Sportjugend. Seit Sommer 1999 bin ich Mitglied der Fraktion der PDS (heute DIE LINKE) und deren sozialpolitische Sprecherin sowie Mitglied im Erfurter Behindertenbeirat. 2004 wurde ich zur Vorsitzenden der PDS Erfurt gewählt, die ca. 800 Mitglieder hat. Am 18.11.05 erhielt ich das Votum von 75% der Mitglieder des Stadtverbandes Erfurt zur Kandidatur als Oberbürgermeisterin für die Stadt Erfurt und  war daher 2006 die OB-Kandidatin meiner Partei. Am 27.10.2007 wurde die Partei DIE LINKE. Stadtverband Erfurt gegründet, dessen Vorsitzende ich bis zum 24.10.2009 war.

Ich bin der Auffassung: Gestalten geht anders!

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