Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Karola Stange

Aktuelle Coronazuschläge für Familien in Grundsicherung greifen zu kurz

Einmalige Zahlungen sind ein Tropfen auf den heißen Stein, denn Menschen in Grundsicherung und ihre Kinder sind seit Monaten zusätzlichen finanziellen Belastungen zum Schutz vor einer Infektion und durch Homeschooling ausgesetzt. Vom Munde abgespart wurden sich die Schutzmasken. Hinzu kommen erhöhte Stromausgaben, Materialien für den Distanzunterricht und Lebensmittelkosten, wenn die Kinder nicht mehr im Kindergarten oder der Schule essen können. Diese prekäre Situation wird sich mit dem kläglichen Zuschlag nicht ändern.“, beschreibt Karola Stange.

Sie fordert: „Um die Situation von Beziehenden von Grundsicherung und vor allem ihrer Kinder langfristig zu verbessern, braucht es einen regelmäßigen monatlichen Aufschlag und keine einmaligen kleinen Geschenke. Auch braucht es eine armutsfeste und vom Einkommen der Eltern unabhängige Kindergrundsicherung in Höhe von monatlich 600 Euro. Grundsätzlich streiten wir für ein anderes System der Existenzsicherung, weg von Hartz IV mit seinen Sanktionen, der Berechnung nach Bedarfsgemeinschaften und viel zu geringen Regelsätzen. Wir brauchen eine sanktionsfreie und existenzsichernde Mindestsicherung. In der aktuellen Krise zeigt sich wie notwendig dies wäre, damit Menschen nicht weiter abgehängt werden.“ „Die Weisung an die Jobcenter für Kinder aus armen Familien digitale Endgeräte zum Homeschooling zur Verfügung zu stellen, muss vor Ort schnelle Umsetzung finden, die begleitet ist von einer guten Öffentlichkeitsarbeit – damit alle Anspruchsberechtigten auch davon profitieren können.“