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Karola Stange

Keine weitere Diskriminierung lesbischer Mütter

Anlässlich der morgigen Entscheidung im Bundesrat zum Adoptionshilfe-Gesetz erklärt Karola Stange, Sprecherin für Gleichstellungspolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: „Mit diesem Gesetzentwurf würde eine Verschärfung der Diskriminierung von Zwei-Mütter-Familien im Verfahren der Stiefkindadoption erfolgen. Die Kritik von Zivilgesellschaft und Landesregierungen muss für Familienministerin Giffey Anlass genug sein, den Gesetzentwurf zurückzuziehen.“

„Stattdessen sollte die Bundesregierung auf den konkreten Gesetzesvorschlag des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland zurückgreifen, der durch eine einfache Ausnahmeregelung die Verschärfung der Diskriminierung verhindert. Wenn ein Kind in einer Familie mit zwei Müttern geboren ist, braucht es keine Beratung und zusätzliche Wartezeiten bis das Kind adoptiert wird“, unterstreicht Stange.

Zwei-Mütter-Familien erfahren bereits aktuell eine erhebliche Diskriminierung durch den Zwang zur Durchführung eines förmlichen Adoptionsverfahrens als einzige rechtliche Möglichkeit zur Erlangung der gemeinsamen Elternschaft. Sie sind die einzigen Eltern, in deren Partnerschaften und Ehen Kinder hineingeboren werden, die gegenüber dem Jugendamt und dem Familiengericht ihre Eignung als Eltern nachweisen müssen. „Diese Diskriminierung soll nach dem Willen der Regierungskoalition durch das Adoptionshilfe-Gesetz weiter massiv verschärft werden. Sie sollen nun zusätzlich auch eine verpflichtende Beratung absolvieren. Der Nachweis dieser Beratung wird zwingende Antragvoraussetzung für die Adoption sein. Damit drohen noch längere Wartezeiten bis zur rechtlichen Absicherung der Kinder“, kritisiert die Abgeordnete.