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Karola Stange

Soziale Kluft zwischen Ost und West nach wie vor hoch

Karola Stange, die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion, nimmt Bezug auf die neuesten Zahlen des statistischen Bundesamtes, wonach das Armutsrisiko in Thüringen in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist. Mit 16,5 Prozent lag die Armutsgefährdungsquote unter dem ostdeutschen Durchschnitt von 17,5 Prozent.

„Diese Entwicklung ist natürlich zu begrüßen, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die soziale Kluft zwischen Ost und West nach wie vor hoch ist“, sagt die LINKE-Politikerin und verweist darauf, dass in Ostdeutschland die Armutsquote um 2,5 Prozent höher liegt. Dies sei 30 Jahre nach der Wende ein „bundespolitisches Armutszeugnis“.

„So steht noch immer die vollständige Rentenangleichung aus, sind hier auch 17 DDR-Sonder- und Zusatzversorgungssysteme betroffen. Ebenso warten die in der DDR geschiedenen Frauen Jahr um Jahr auf Rentengerechtigkeit“, gibt Karola Stange zu bedenken und betont abschließend: „Armutsrenten sind die bittere Folge von langjähriger Niedriglohnpolitik und prekärer Beschäftigung. Daher ist eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns – zunächst auf mindestens 12 Euro - unbedingt notwendig.“