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Karola Stange

Zum Safe Abortion Day

„Schwangerschaftsabbruch ist Grundversorgung. Egal wo. Egal wer. Egal warum“ - unter diesem Motto findet in diesem Jahr am 28. September der „Safe Abortion Day“, der internationale Tag für einen sicheren Schwangerschaftsabbruchstatt.

„Sicher heißt vor allem wohnortnah und leicht zugänglich. Leider ist das in Deutschland noch immer nicht der Fall. Es gibt zu wenig Ärzt*innen, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Und noch immer besteht für Ärzt*innen ein Verbot, über die Methode des Schwangerschaftsabbruchs u.a. im Internet umfassend zu informieren“, so Karola Stange, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

Die Abgeordnete weiter: „Die Liste der Bundesärztekammer mit Ärzt*innen und Methoden eines Schwangerschaftsabbruchs zeigt für Thüringen 14 Eintragungen. 14 Eintragungen für mehr als 250.000 Frauen im Alter von 15 bis 40 Jahren ergibt fast 18.000 Frauen pro Ärzt*in. Blicken wir auf die regionale Verteilung der Ärzt*innen, wird noch deutlicher, dass eine wohnortnahe Versorgung nicht gewährleistet ist.“

„Damit sich die medizinische Versorgung beim Schwangerschaftsabbruch bessert, braucht es einen Durchbruch beim Bundesgesetz: Weg mit §218 und §219a ist keine altbackene Losung, sondern notwendig, um Angst vor einer Kriminalisierung der Ärzt*innen und das Stigma des Schwangerschaftsabbruchs abzubauen. Das wäre ein wichtiger Schritt, damit wieder mehr Ärzt*innen Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Außerdem muss der Schwangerschaftsabbruch stärker in die ärztliche Aus- und Weiterbildung einbezogen werden – im Medizinstudium und in der gynäkologischen Fachärzt*innenausbildung“, fordert Stange.