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100 Jahre Weimarer Verfassung

Am 6. Februar 1919 kamen im Weimarer Nationaltheater 423 Abgeordnete der verfassungsgebenden Nationalversammlung zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen -  unter ihnen erstmals in der Geschichte des deutschen Parlamentarismus 37 Frauen. Wir würdigen einhundert Jahre nach diesem historischen Ereignis die von der Nationalversammlung am 11. August 1919 beschlossene Weimarer Reichsverfassung als erste demokratische gesamtdeutsche Verfassung.
Es ist die zweifache Bilanz, der große politische und soziale Fortschritt einerseits aber eben auch vertaner Chancen sowie bitterer Enttäuschungen und Erfahrungen, die aus heutiger Sicht sowohl eine Würdigung wie auch ein (selbst-)kritischen Nachdenken über die Weimarer Republik und deren Untergang im Januar 1933 herausfordern. Dass die KPD in der weiteren Entwicklung die Weimarer Republik lediglich als eine andere Form der Aufrechterhaltung kapitalistischer Ausbeutungsverhältnisse begriff, sich angesichts der zunehmenden Bedrohung durch den deutschen Faschismus Anfang der 1930er Jahre nicht zur ihrer Verteidigung bereitfand und darüber hinaus in ihrem Kampf gegen die bürgerliche Demokratie und die Sozialdemokratie die eigenen demokratischen Wurzeln abschnitt, gehört zu den bittersten und verhängnisvollsten Kapiteln der Geschichte der Linken in Deutschland.