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Katja Maurer

Ämter wieder öffnen

Anastasiia Chepinska | unsplash.com

Die von den LINKEN, den Grünen und der Mehrwertstadt beantragte aktuelle Stunde im Stadtrat zum Thema des sehr begrenzten Publikumsverkehr im Sozialamt, Ausländerbehörde und Co. hat deutlich gemacht, dass hier vieles im Argen liegt.

Die mangelnde Erreichbarkeit der Erfurter Ämter ist leider kein neues Problem. Durch die Corona Pandemie hat sich diese noch weiter verschärft. „Seit Jahren fordert DIE LINKE vom Oberbürgermeister ein Organisations- und Personalentwicklungskonzept, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ämter perspektivisch entlasten soll“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katja Maurer. Das es immer noch nicht vorliegt führt nun zu immer höheren Krankenständen, da sich immer mehr Aufgaben auf immer weniger Kolleginnen und Kollegen verteilen.

In den letzten Monaten sind soziale Vereine und Verbände über sich hinaus gewachsen. Sie haben schnell auf die Coronabedingungen reagiert und die Menschen trotz vieler Hindernisse weiter unterstützt. Sie mussten zum Teil auch Aufgaben übernehmen, die eigentlich die Ämter hätten erledigen sollen. Katja Maurer dazu: „Ich bin froh, dass die Einrichtungen in der Not eingesprungen sind, aber das kann und darf nicht die Lösung sein.“

Für ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger ergibt sich durch den eingeschränkten Zugang zur Ausländerbehörde ein zusätzlicher Katalog an Hürden. Menschen bangen um den Aufenthalt, sie können keinen Job annehmen und kein Ausbildung beginnen, weil ihnen Formulare fehlen. „Dass in solchen Situationen zum Teil nur durch persönliche Kontakte des Flüchtlingsrates überlebenswichtig Termine für Betroffene zustande gekommen sind, ist ein Armutszeugnis für die Landeshauptstadt. Ich bin der Meinung, der Stadtrat darf es nicht länger akzeptieren, wenn immer wieder erzählt wird, dass es nicht genug Personal gibt, aber offensichtlich nicht aktiv nach Lösungswegen gesucht wird. Das Personalkonzept muss her“, so Katja Maurer abschließend.