Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Katja Maurer

Kein Werben fürs Sterben – Krieg in der "Stadt des Friedens"

Seit 1991 trägt Erfurt den Beinamen "Stadt des Friedens", seit 2015 ist die Landeshauptstadt Mitglied bei den „Mayors for Peace“, die sich für die Weiterführung von Verhandlungen zur Abschaffung der Atomwaffen einsetzen.

Mit Werbung an Straßenbahnhaltestellen für eine Karriere bei der Bundeswehr oder einem "Tag der Bundeswehr" auf dem Erfurter Domplatz hat die Stadt diese Titel mehrfach missbraucht. Karola Stange, stellvertretende Fraktionsvorsitzende von DIE LINKE. im Erfurter Stadtrat hatte schon im letzten Jahr zum Aktionstag der "Mayors for Peace" gesagt: "Gerade in einer Zeit der Aufrüstung, in der auch Deutschland wieder mehr Geld für Waffen aus gibt und weiterhin bei den Waffenexporten eine Spitzenposition einnimmt ist es wichtig und richtig, dieser Initiative anzugehören und es auch nach außen zu zeigen. Umso wichtiger ist es, dass der Oberbürgermeister nicht nur einmal im Jahr eine Fahne hisst. Er muss deutlicher gegen den Krieg in Erscheinung treten."

Seit kurzem hat im Pop-up-Store in der Marktstraße nun die Bundeswehr ihr Lager aufgeschlagen um junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen. Ca. 200m entfernt vom Rathaus, wo die Mayors for Peace – Flagge gehisst wird. In der Stadt des Friedens wird nun also Werbung für Krieg gemacht? "Das ist absolut unvereinbar mit dem Beinamen und der Mitgliedschaft im 'Mayors for Peace'", sagt Katja Maurer, Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Stadtrat Erfurt. "Gerade an einem so zentralen Ort, wie in der Marktstraße in Erfurt ist es unmöglich junge Menschen für den Dienst an der Waffe gewinnen zu wollen. Dafür sollte es in einer "Stadt des Friedens" überhaupt keinen Raum geben. Krieg und Waffen werden auch nicht weniger schrecklich und tödlich, wenn man diese im hippen Pop-up-Store bei trendiger Musik als geilen Karriereweg verkauft", so Katja Maurer abschließend.