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Licht-Aktion am Pink-Day

Jedes Jahr in der Zeit vom 11. Oktober bis zum 25. November organisieren, seit fast 40 Jahren Menschenrechtsorganisationen Veranstaltungen, bei denen die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen thematisiert wird. Seit 1999 unterstützt die UNO Aktionen am ,,Orange-Day- Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“ (25.November) und seit 2011 den, „Pink-Day - Internationaler Tag gegen Gewalt an Mädchen“ (11. Oktober). Diese Tage dienen dazu, auf die Thematik öffentlich und medienwirksam aufmerksam zu machen und die Menschen weiter zu sensibilisieren. Am 25.11.2019 wurde auch erstmalig mit Unterstützung der Stadtwerke Erfurt die Thüringer Staatskanzlei und der Allerheiligenturm farbig angestrahlt, um mit dieser Lichtaktion auf die Situation von Mädchen und Frauen aufmerksam zu machen, die verletzt, gedemütigt oder sogar getötet wurden. In diesem schloss sich auch das Wahlkreisbüro der linken Abgeordneten Karola Stange, Andre Blechschmidt und Bodo Ramelow der Aktion am „Pink-Day“ an, die auch am „Orange-Day“ stattfinden wird.

Statistische Erhebungen zu Gewalt gegen Kinder sind schwer zu erarbeiten, da sich die Kinder nur selten gegen ihre Peiniger wehren können, viele erzählen erst darüber, wenn sie älter sind. Eines ist jedoch klar: Gewalt macht auch keinen Halt vor Kindern. Besonders Mädchen in der Pubertät sind gefährdet durch sexuelle Gewalt – auch wenn Kinder jeden Geschlechts und jeden Alters betroffen sein können. Laut UNICEF sind weltweit schätzungsweise 15 Millionen Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren bereits Opfer von sexueller Gewalt geworden. Neun von zehn Mädchen in den 28 Ländern, für die Daten verfügbar sind, gaben an, dass sie ihren Peiniger kannten. Eine Untersuchung von 2018 des Bundeskriminalamtes zeigt, dass von den insgesamt 140.755 Opfern von Partnerschaftsgewalt knapp 114.393 Opfer weiblich waren. Die Statistik erfasste folgende versuchte oder vollendete Delikte gegen Frauen:        
68.500 Fälle von vorsätzlicher, einfacher Körperverletzung;      
rund 12.100 Fälle von gefährlicher Körperverletzung;   
28.700 Fälle von Bedrohung, Stalking und Nötigung;     
1612 Fälle von Freiheitsberaubung sowie           
324 Fälle von Mord und Totschlag.         
Von den Fällen waren ca. 10.000 Opfer Mädchen und junge Frauen unter 21. 


Deswegen appellieren wir an Sie! Helfen Sie mit, diesen Zustand zu ändern. Es beginnt im Kleinen, in Alltagsgesprächen: Wenn jemand die Gewalt gegen Frauen herunterspielt, wenden Sie sich dagegen und machen Sie diesem Menschen klar, dass so ein Verhalten nicht in Ordnung ist. Nur wenn wir darüber reden und aufmerksam machen, kann ein gesellschaftlicher Wandel einsetzen. Aber nur reden allein hilft nicht. Sie können sich deswegen engagieren in Frauennetzwerken, unterstützen Sie Frauenhäuser oder gehen Sie gemeinsam mit anderen auf die Straße für die Gleichbehandlung!                       

Wenn Sie selbst Hilfe benötigen wenden Sie sich an das Hilfetelefon: 08000 116 016.