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Nazis als Wohltäter?

Die rechtsextremistische Kleinstpartei "Der III. Weg" hat für kommenden Samstag zu einer Kleidersammlung und Kleiderausgabe aufgerufen. Unter dem Motto "Vom Ich zum Wir" sollen deutsche Bürger*Innen in die Auenstraße kommen. Die Adresse ist die der Erfurter Tafel. Karola Stange, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Soziales und Ehrenamt ist entsetzt: "Ich kenne den Verein als weltoffene und tolerante Organisation. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Rechtsextremen die Erfurter Tafel für ihre Zwecke instrumentalisiert."

Der III. Weg ist eine rechtsextremistische Kleinstpartei. Sie wurde im September 2013 unter maßgeblicher Beteiligung ehemaliger NPD-Funktionäre und Aktivisten des im Juli 2014 verbotenen Freien Netzes Süd gegründet. In Erfurt hat sich die rechtsextreme Partei hauptsächlich im Südosten verankert und sitzt dort in zwei Ortsteilräten. Schon öfter haben sie versucht ihrer Partei einen wohltätigen Anstrich zu verpassen.

"Dadurch, dass sie Wohltätigkeit daran knüpfen, dass man Deutscher sein muss, erkennt man doch, dass es ihnen nicht um Unterstützung und Wohltaten geht, sondern  um die Verbreitung ihres rechtsextremen Gedankengutes. Wir müssen Vereine wie die Erfurter Tafel davor schützen von Extremisten missbraucht zu werden", sagte Karola Stange, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Soziales und Ehrenamt.