"Woche des Sehens": Stange fordert bundeseinheitliches Blindengeld

PresseKarola StangeBehindertenpolitik

Anlässlich der bundesweiten Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober fordert Karola Stange, gleichstellungs- und behindertenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, deutlich mehr Augenärzte in Thüringen. Mit Blick auf lange Wartezeiten und fehlende Versorgung in ländlichen Gebieten bestehe die Gefahr, dass es gerade im vorbeugenden Bereich zu Engpässen komme.

"Dabei entdeckt der fachkundige Augenarzt nicht nur unmittelbare Erkrankungen des Auges bereits in ihren Anfängen, sondern bemerkt oft auch als erster, dass ein Patient an Diabetes, Bluthochdruck oder rheumatischen Erkrankungen leidet", weist Stange auf die Notwendigkeit der Prävention hin. In Thüringen wird die "Woche des Sehens" heute mit einem Informationstag in Heiligenstadt eröffnet. Anlass genug für die Linksfraktionärin, ihre Forderung nach einem bundeseinheitlichen Blindengeld zu erneuern: "Zur Sicherung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben brauchen blinde und sehbehinderte Menschen einen angemessenen und bedarfsorientierten finanziellen Nachteilsausgleich."

Haushaltszwängen, die zweifellos auch in Thüringen bestünden, dürfe man sich auf jeden Fall nicht zu Lasten sozial Schwacher beugen. "Schließlich geht es um die Chancengleichheit behinderter Menschen", so die Abgeordnete an die Adresse des zuständigen Ministeriums.