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Karola Stange

Kritik an weiterer Erhöhung der ega - Eintrittspreise

Foto: Sascha Blank

Der Stadtrat bzw. der Fachausschuss wurde nur im Zusammenhang mit dem Wirtschaftsplan 2023 über die geplanten erhöhten Eintrittspreise informiert. Vor einem Jahr wurde uns eine Evaluation der Eintrittspreise versprochen, diese ist nie erfolgt. Jetzt wird eine Preiserhöhung ohne Diskussion eingepreist. "Die Erhöhung kommt zu einer Zeit in der sehr viele Familien bereits mit steigenden Lebensmittel- und Energiepreisen zu kämpfen haben. Dem stehe ich mehr als kritisch gegenüber", so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

Ob auch die Eintrittspreise der ega durch den Stadtrat zu beschließen sind, wird seit Monaten heftig diskutiert. „Wir als DIE LINKE sehen hier durch die Vorgaben der Kommunalverfassung die Zuständigkeit des Stadtrates“, stellt Frau Stange klar. Sie verweist auch auf die Auffassung des Landesrechnungshofes, der ebenfalls die Zuständigkeit des Stadtrates bejaht. Der Oberbürgermeister meint hingegen, dass die ega-Eintrittsgelder ausschließlich durch den Aufsichtsrat zu bestimmen sind.

Bereits in diesem Jahr wurden die ega-Eintrittspreise deutlich angehoben und zwar auf 15,00 EUR für Erwachsener und 59 EUR (Vorverkauf 54 EUR) für die Saisonkarte. Die Winterzeit war bisher beim ega-Park eintrittsfrei. Damit soll ab 1. Januar 2023 Schluss sein. Ab da soll die Wintereintrittskarte 6 EUR kosten (inkl. der Danakil-Nutzung). Zudem soll es ab 2023 eine Ganzjahreskarte 2023 in Höhe von 69,00 EUR für Erwachsene (Vorverkauf 64,00 EUR) geben.

„Ob durch den Einritt im Winter die ega tatsächlich mehr einnimmt, ist fraglich, weil ja zusätzlich Kosten für einen Einlass und Ticketverkauf anfallen“, hinterfragt DIE LINKE Stadträtin. Offenbar rechnet selbst die ega nicht mit Mehreinnahmen, denn im Wirtschaftsplan ist auch für 2023 ein Zuschuss der Stadtwerke von über 5 Mio. EUR ausgewiesen.

„Hier muss umgehend geklärt werden, ob die Stadtwerke auf Grund der aktuellen Situation überhaupt in der Lage sein werden, diesen Zuschuss auch zahlen zu können“, fordert Karola Stange.